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Konzeption

Das komplette Konzept können sie hier abrufen

Unser Bild vom Kind

„Lernen ist Erfahrung, mehr als nur die Übernahme von Information.“ (Albert Einstein)
Darauf aufbauend wird unsere Arbeit geprägt vom Bild des Kindes als Akteur seiner Entwicklung. Kinder leisten ihre Entwicklungsarbeit selber. Sie wollen groß werden und haben Lust auf die Welt. Durch Neugierde und Experimentierfreude erobern sich Kinder ihre Umgebung. Jedes Kind ist einzigartig und bringt seine eigene Persönlichkeit und eigene Erfahrungen mit. Da es je eigene familiäre und kulturelle Wurzeln hat, unterstützen wir es individuell bei diesem Entwicklungsprozess, indem wir die Bedingungen für seine Entwicklung positiv gestalten. Als Bildungseinrichtung knüpfen wir an die vorhandenen Stärken des Kindes an, wecken, unterstützen und fördern seine Potenziale und Kompetenzen.

Wir:
- schaffen Raum für Wahrnehmung und Bewegung,
- regen die Lernfreude an und wecken die Neugierde,
- stärken Kinder in der Verantwortung für ihr Handeln.

Unsere Einrichtung bietet einen Rahmen, in dem sich die Kinder mit ihren Ideen und Interessen einbringen können, welche von uns aufgegriffen und weitergeführt werden. Wir wecken ihre Neugierde und Motivation und schaffen eine Atmosphäre, in der sich Kinder wohl fühlen und wertgeschätzt werden.

Schwerpunkte der Arbeit

Bewegung / Wahrnehmung
- Seillandschaft
- Bewegungsraum
- Hochebene / verschiedene Ebenen
- Sandkasten in jedem Gruppennebenraum
- Steinbecken im Garten
- wertfreie Materialien (z. B. Getränkekästen)
- Spieleflur: Bauen, Gleichgewicht, Tastwände

Sprache
- „Hören, lauschen, lernen“
(Würzburger Sprachförderprogramm)
- Vorlesepate einmal pro Woche
- Bibliothek

Projekte / Ausflüge
- Fachexperten werden eingeladen
- Thema wird nach Bedürfnissen der Kinder gewählt
- Abschluss des Projektes mit Eltern

Bereich Natur / Kultur
- Exkursionen durch die Natur
- Beete bepflanzen und pflegen

Besondere Aktionen im Jahresverlauf
- Kirchenfeste
- Jahreszeitenbezogene Feste
- Übernachtung als Abschluss für die Schulkinder
- Ausflüge
- Jeden Dienstag ist Frühstücksbuffet in den Gruppen
- Einmal in der Woche gibt es ein Elterncafe











Religiöse Erziehung

Die Vermittlung christlicher Inhalte, Traditionen und Werte hat in unserer Einrichtung einen großen Stellenwert. Den Kindern soll ein Weg bereitet werden Gott für ihr eigenes Leben zu entdecken. Sie sollen durch ihren Glauben Zuversicht für ihr Leben finden.

Im gemeinsamen Miteinander sollen unsere Kinder lernen
- andere Menschen mit ihren Stärken und Schwächen wertzuschätzen
- einander anzunehmen ohne Ansehen der Herkunft oder des sozialen Umfeldes.
- anderen Kulturen, Religionen und Lebensformen offen und tolerant zu begegnen.

Wir schaffen für die Kinder eine Atmosphäre des Vertrauens und der Geborgenheit in der sie sich wohlfühlen und jedes seinen Platz findet. Unsere Arbeit ist in hohem Maße an christliche Feste angelehnt (Ostern, Erntedank, Weihnachten), die wir mit den Kindern gestalten und als Gottesdienst gemeinsam mit den Eltern feiern.

Die Kinder werden mit kindgerechten biblischen Geschichten und Liedern an christliche Gedanken, Traditionen und Symbole herangeführt, die für sie durch Spiele und bildnerisches Gestalten erlebbar gemacht werden.

Im Tagesablauf fest eingebunden sind überlieferte und freie Gebete der Kinder. Unter dem Motto „Kirche zum Anfassen“ besuchen wir regelmäßig unsere Gnadenkirche und die Kinder dürfen einmal hinter die Kulissen schauen (Besuch der Sakristei, Glocken läuten, Orgel spielen, …)

Regelmäßig unterstützen und beleben wir das Gemeindefest. Unsere Einrichtung versteht sich als ein Teil der Gemeinde.
Eltern und Kinder sind herzlich zu den übrigen Veranstaltungen der Kirchengemeinde wie Kinder- und Familiengottesdienste, Chormäuse, Familienkreise eingeladen.



  

Zusammenarbeit mit den Eltern

Leitziel ist die vertrauensvolle Kooperation zwischen Eltern und Erzieherinnen. Hierbei steht das Wohlbefinden des Kindes und der Eltern im Mittelpunkt.

Eine gute Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Mitarbeiterinnen und Eltern ist uns besonders wichtig, weil wir die Erziehung und Bildung des Kindes als gemeinsame Aufgabe verstehen. Einmal im Jahr findet eine Elternversammlung statt und in unregelmäßigen Abständen werden themenbezogene Elternabende oder Nachmittage (evtl. auch durch externe Referenten) durchgeführt. In allen Gruppen findet einmal im Jahr für jede Familie einzeln ein Entwicklungsgespräch statt. Hier weisen die Erzieherinnen auf die Lernerfolge des Kindes hin und zeigen seine Stärken auf. Bei schwierigem Verhalten oder Entwicklungsauffälligkeiten geben wir Anregungen für besondere Fördermöglichkeiten. Selbstverständlich sind wir nach Absprache jederzeit zu einem Gespräch bereit.

Bei sogenannten "Tür- und Angelgesprächen" haben die Eltern immer die Möglichkeit sich kurz mit den Erzieherinnen auszutauschen. Wir freuen uns über Eltern in unserer Einrichtung und bieten ihnen jeden Mittwoch im Elterncafe einen gemütlichen Rahmen für Gespräche untereinander. Wünsche und Anregungen der Eltern sind uns immer willkommen. Viele unserer Projekte (z. B. Gestaltung des Außengeländes) wären ohne die Eltern nicht möglich.
Durch die von Eltern in Eigenregie organisierten und durchgeführten Flohmärkte konnten schon viele Ausflüge und Anschaffungen finanziert werden.

In einer offenen und einladenden Atmosphäre bekommen auch die Eltern untereinander schnell Kontakt. Auch neu hinzukommende Eltern werden von den anderen schnell aufgenommen.

Gestaltung der Eingewöhnung

In der Regel macht das Kind in der Kindertagesstätte seine erste längere Trennungserfahrung. Darum ist es uns sehr wichtig ihm eine gute Eingewöhnungszeit zu bieten.

Aus diesem Grund bieten wir für die Kinder unter 3 Jahren und für die Kinder über 3 Jahren eine auf ihr entsprechendes Entwicklungsalter abgestimmte Eingewöhnungsphase an.

Für die Kinder über 3 Jahren bieten wir folgendes Modell an: Nach dem Einführungsgespräch mit Kind und Eltern können die Kinder an den Schnuppernachmittagen teilnehmen. An diesem lernen sie Einrichtung, Erzieherinnen und ihre neuen Spielkameraden kennen. Dies bietet einen leichteren Start in unsere Kindertagesstätte.

Für die Kinder unter 3 Jahren orientieren wir uns an dem bewährten Berliner Eingewöhnungsmodell (Infans Institut e. V. Berlin). Dies berücksichtigt im besonderen Maße den entwicklungsspezifischen Beziehungs- und Bindungsaufbau zu neuen Bezugspersonen.

In der Kindertagesstätte muss sich das Kind in fremden Räumen und unter fremden Menschen zurecht finden. Wichtig ist uns in der Zeit der Eingewöhnung eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, um das Vertrauen zwischen Kind und Erziehern zu stärken, aber auch um den Eltern das Gefühl zu geben, dass ihre Kinder bei uns gut aufgehoben sind und uns unbesorgt anvertraut werden können. Bei der Eingewöhnungsphase der Kinder in der Einrichtung orientieren wir uns an dem bewährten „Berliner Eingewöhnungsmodell“ des Infans-Instituts, Berlin. Zu Beginn wird den Eltern ein Hausbesuch angeboten, um speziell das Kind besser kennenzulernen. Diese erste Kontaktaufnahme in einer dem Kind vertrauten Umgebung erleichtert dem Kind die spätere Eingewöhnung in den Gruppenalltag. Bei diesem Termin erhalten die Eltern zudem wichtige Informationen, die den Übergang und das Eingewöhnungsmodell betreffen.

Dabei übernimmt die zukünftige Bezugserzieherin die Aufgabe sich auf das Kind zu beziehen und die Leitung der Einrichtung die Gesprächsführung mit den Eltern. Die eigentliche Eingewöhnung in der Einrichtung beinhaltet drei verschiedene Phasen, die je nach Situation des Kindes individuell gestaltet werden.

1. Phase: Grundphase

In den ersten drei Tagen hält sich das Kind nur kurz mit einer Bezugsperson (Mutter, Vater oder Verwandte zudem das Kind einen guten Kontakt hat) in der Einrichtung auf. Die Zeitdauer umfasst ungefähr eine Stunde. Das Kind wird nicht gedrängt, sich von Mutter oder Vater zu entfernen oder mit anderen Kindern zu spielen. Es kann sich jederzeit wieder in die sicheren Arme seiner Eltern zurückziehen. Das Verhalten von Mutter oder Vater ist möglichst zurückhaltend. Sie spielen nicht mit ihrem Kind und auch nicht mit anderen, halten aber immer den Blickkontakt zu ihrem Kind. Die Erzieherin macht dem Kind Spielangebote, die es annehmen kann oder auch nicht. Darüber hinaus beobachtet sie das Verhalten des Kindes und die Eltern-Kind-Beziehung, um zu erfahren, wie sie am besten Kontakt zum Kind aufnehmen kann.

2. Phase: Stabilisierungsphase

Die Erzieherin beteiligt sich verstärkt an der Versorgung des Kindes und macht dem Kind vermehrt die Spielangebote. In dieser Phase verlassen die Eltern für kurze Zeit den Raum, sind aber im Haus erreichbar, falls das Kind weint oder verstört ist. Die Länge dieser Phase richtet sich ausschließlich nach dem Kind; sie kann eine Woche dauern aber auch länger. Wenn sich das Kind von seiner neuen Bezugsperson berühren oder trösten lässt, während der kurzen Trennungszeiten von den Eltern, kann die Eingewöhnungszeit in die 3. Phase übergehen.

3. Phase: Schlussphase

Das Kind hat Vertrauen zu seiner Bezugsperson und zu der neuen Umgebung aufgebaut. Die Eltern gehen in dieser Phase zwischendurch nach Hause, sind aber telefonisch zu erreichen. Der Aufenthalt des Kindes in der Gruppe wird behutsam verlängert, bis es auch seinen Mittagsschlaf in der Einrichtung hält.

Wichtige Aspekte für eine gute Eingewöhnung:
- Während oder unmittelbar nach der Eingewöhnung sollte kein Urlaub stattfinden.
- Es sollte möglichst immer derselbe Elternteil die Eingewöhnung des Kindes begleiten.
- Es sollten möglichst nicht zeitgleich mit der Eingewöhnung Veränderungen in der Familie auftreten, die das Kind verunsichern (Umzug, Geburt ,Trennung etc.).
- Vertraute Gegenstände von zu Hause (Kuscheltiere) sind während der Trennungsphasen für das Kind hilfreich.
- Erkrankt das Kind während der Eingewöhnungszeit, muss die Eingewöhnung wieder neu beginnen.
- Das Kind soll in der Eingewöhnungszeit erst mal vorrangig zu einer Erzieherin Kontakt aufbauen können und sie als Bezugsperson akzeptieren.
- Werden mehrere Kinder eingewöhnt, kommen sie, nach Absprache mit den Eltern, zu unterschiedlichen Zeiten.

Bildungsbereich Bewegung

Die Entdeckung der Welt und der Weg in die Selbstständigkeit führt über die Bewegung. Mit Hilfe von körperlichen Erfahrungen und Sinneserfahrungen bildet das Kind sprachliche Begriffe. Aus diesem Grunde bieten wir dem Kind besonders viel Bewegungsfreiheit, Bewegungsanlässe und alters- bzw. entwicklungsspezifische Gelegenheiten zur Bewegung (z. B. den verschiedenen Körpergrößen angepasste Höhen zum Herunterspringen, unterschiedlich schwierige Möglichkeiten zum Klettern). Hier sind besonders großräumige Bereiche sehr wichtig. Dies gilt sowohl für den Innen- wie auch für den Außenbereich.

Die Gestaltung des Außengeländes motiviert die Kinder zu vielfältigen Bewegungsformen, z. B. durch leichtere und schwerere Gegenstände zum Schieben, Ziehen oder Stapeln. Die Kinder werden angeregt unterschiedliche Bewegungsarten auszuprobieren (z. B. zu rollen, kreiseln, springen, hüpfen, rutschen, laufen, kriechen, wippen, balancieren, klettern, werfen und fangen). Die Kinder werden bei ihrer Auseinandersetzung mit den dabei entstehenden Gefühlen unterstützt, z. B. Angst und Mut, Stolz, Erfolgserlebnisse, Niederlagen und auch Schmerz.

Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse bietet das Außengelände eine Fülle an verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten.

Die Seillandschaft ermöglicht den Kindern ohne Gefahr innere und äußere Balance zu entwickeln. Die Kinder können sich schwingend, schwebend, kletternd und hangelnd bewegen. Sie lernen sich selbst zu sichern oder sich von anderen sichern zu lassen.

Die große Rasenfläche bietet viel Platz, z. B. für die fußballbegeisterten Kinder oder für Aktivitäten mit dem Schwungtuch. Weitere fest installierte Spielgeräte sind eine Rutsche mit Krabbeltunnel und ein Sandkasten. Daneben gibt es aber auch zahlreiche mobile Gegenstände wie Autoreifen, Getränkekisten, Holzbohlen und Balancierscheiben, mit denen die Kinder ihr Spiel immer wieder phantasievoll verändern können.

Auch das An- und Ausziehen vor dem Gang ins Außengelände oder in die Turnhalle erfordert von den Kindern die Steuerung komplexer Bewegungsabläufe und körperliche Geschicklichkeit.

Das wöchentliche Turnen in der Turnhalle wird sehr abwechslungsreich mit verschiedenen Spiel- und Turngeräten gestaltet. Dabei kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz:

- Herkömmliche Sporthallengeräte:
Kasten, Barren, Trampolin, Matten, Seile, Reifen, Sprossenwand, ...
- Psychomotorische Materialien:
Hängematten, Rollbretter, Kriechtunnel, unterschiedlich gefüllte Säckchen, ...
- Alltagsmaterialien:
Zeitungen, Bierdeckel, Teppichfliesen, ...

Neben zahlreichen Körper- und Gruppenerfahrungen sind die Kinder mit allen Sinnen aktiv am Spielgeschehen beteiligt. Die Freude, sich spielerisch, frei und ungezwungen bewegen zu können, wirkt sich positiv auf das Gemeinschaftsgefühl aus.

Wir nutzen die Tatsache, dass die meisten Bewegungsgelegenheiten auch Redeanlässe bieten, um die Kinder für den Zusammenhang zwischen Sprache und Bewegung zu sensibilisieren (hoch – tief, eng – weit, lang – kurz). Bewegungsinteressen von Mädchen und Jungen werden gleichermaßen gefördert. Kinder können sich ihrem eigenen Rhythmus entsprechend bewegen und zur Ruhe kommen. Sie können die Dauer ihrer Aktivitäten und die Art und Weise selbst bestimmen. Auf diese Weise bieten wir den Kindern im Alltag drinnen wie draußen vielfältige Bewegungsanreize für phantasievolle Spiele, die für die Entwicklung der Kinder sehr wichtig sind.